Am 18. April 2026 fand im Gasthaus im Schützen in Freiburg eine Podiumsdiskussion zur Zukunft der August-Ganther-Straße statt.
Auf dem Podium diskutierten Prof. Wilhelm Stahl, Willi Sutter, Achim Wiehle und Monika Stein. Die Veranstaltung wurde von Philipp George eröffnet und von Beatrix Tappeser moderiert.
Im Mittelpunkt stand ein Bauprojekt, das exemplarisch für den Umgang mit bestehender Bausubstanz ist. Die ursprünglich für französische Offiziere errichteten Gebäude zeichnen sich durch eine für ihre Zeit ungewöhnlich hohe Qualität aus.
Während Einigkeit darüber bestand, dass zusätzlicher Wohnraum benötigt wird, blieb der richtige Weg dorthin umstritten. Viele Akteur*innen aus Politik, Mieterschaft und Verbänden sprachen sich gegen einen Abriss aus und plädierten für eine Weiterentwicklung des Bestands.
Auch wirtschaftliche, rechtliche und ökologische Fragen wurden diskutiert: Ein Neubau erschien voraussichtlich teurer als eine Sanierung mit Aufstockung, Kündigungen galten als juristisch angreifbar, und die Entscheidungsgrundlagen der BImA wurden kritisch hinterfragt. Zudem wurden die höheren CO₂-Emissionen sowie der Verlust gewachsener Strukturen durch Abriss und Neubau thematisiert.
Bereits am Nachmittag bestand die Möglichkeit, die Gebäude vor Ort zu besichtigen.
