KiB war mit einer kleinen Delegation auf dem diesjährigen Lowtech Symposium in der Akademie der Künste Berlin vertreten.
Unter der Überschrift „Einfach: Gerecht?“ ist Jonas Lage der Frage nachgegangen, wie Wohnraum bedürfnisorientiert verteilt werden kann. Dafür hat er das Schweizer Konzept der Mindestbelegung erläutert. Zu dieser Thematik hat er schon 2024 mit uns ein Online-Seminar gegeben („Welche Instrumente brauchen wir, um Wohnraum besser zu verteilen?“). Darüber hinaus hat er aber auch über sein neues Forschungsprojekt ZiWoNu in Neuenhagen (bei Berlin) gesprochen. Dort wird erforscht mit welchen Gebäudetypologien bestehende EFH-Siedlungen ergänzt werden müssen, um eine möglichst große Wohnraumzirkularität zu ermöglichen.
Funktioniert Cluster-Wohnen in einem denkmalgeschützten Krankenhaus aus den 60ern? Nicht nur das. Pascal Müller von Sigrist/Müller hat gezeigt, dass der Umbau des Felix-Platter Spitals in Basel viele Vorteile mit sich gebracht hat. Durch den verhinderten Abriss konnten große Mengen CO2 eingespart werden, die Innenraum hat sich durch den Ausbau von billigen Plastikmateralien und Ersetzung durch Stein und Holz deutlich aufgewertet und die offene Halle im Erdgeschoss bietet nun einen echten Mehrwert für das gesamte Quartier.
In fast jedem Vortrag wurde auf die Bedeutung der politischen Rahmenbedingungen für eine moderne und nachhaltige Stadtentwicklung hingewiesen.
Vor diesem Hintergrund enttäuscht es ein wenig, dass keine Vertretung der Politik anwesend war. Das war vor zwei Jahren auf dem letzten Lowtech Symposium besser, auf dem z.B. der Baupolitiker Kassem Taher Saleh von der Grünen Bundestags-Fraktion gesprochen hat.
Die Aufzeichnung des Symposiums wurde angekündigt, ist aber noch nicht online.
Zu dem Programm des Symposiums geht es hier.
