Kurt Gramlich und Philipp George waren auf dem Jahreskongress der KlimaUnion (KUngress). Die teils prominente Speakerliste zeigt, dass sich die KlimaUnion als Strömung innerhalb der CDU/CSU etabliert hat. In seinem Auftakt hat sich Thomas Heilmann (ehmaliger MdB und Vorsitzender der KlimaUnion) direkt mit den Defiziten des Gebäudemodernisierungsgesetz von Ministerin Katharina Reiche auseinandergesetzt. Das war für uns Umweltverbände ein wichtiges Zeichen. Der hier verlinkte Artikel zeigt, dass es die KlimaUnion mit ihrer Kritik ernst macht: Sie hat ein Gutachten erstellen lassen, in dem dargelegt wird, dass dieses Gesetz mit hoher Wahrscheinlichkeit gegen unser Grundgesetz verstößt. Insbesondere gegen das Rückschrittsverbot, das besagt, dass neue Gesetze nicht mehr CO2 verursachen dürfen als ihre Vorgänger.
Nachholbedarf hat die KlimaUnion in Sachen Verkehrsplanung. Zumindest waren die Beiträge von dem Berliner Stadtplanungsamt und von Hildegard Müller (Verband Deutsche Automobilindustrie) sehr rückwärtsgewandt.
Positiv war das Bekenntnis von Kai Wegner (Berlins Regierender Oberbürgermeister) zu dem Baumentscheid. Er hat ein flammendes Plädoyer für mehr Grün in der Stadt gehalten und nun wird sich zeigen, ob er im Schulterschluss mit der Zivilgesellschaft die ambitionierten Ziele des Baumentscheids umsetzen kann: Eine Million gesunde Straßenbäume, 1000 Kühlinseln, 100 neue Parks.
Auch wenn aus unserer Sicht die Kernfusion zu prominent platziert war, hat die Diskussion zumindest dem Realitätscheck standgehalten: Alle Podiumsteilnehmenden waren sich einig, dass es eine Technologie für die 2. Hälfte des 21. Jahrhunderts ist und somit keine Relevanz für die Erreichung der Klimaneutralität bis 2045 hat. Für einen Bericht der KlimaUnion selbst klicken Sie auf den Button.
