Kurzbericht zu den Berliner Energietagen 2026 von Kurt Gramlich, Vorstandsvorsitzender Klimaschutz im
Bundestag e.V

Die ENERGIETAGE 2026 fanden in zwei Teilen statt, vom 15. – 17. April digital und vom 4. – 6. Mai in Präsenz in Berlin.
Das Motto in diesem Jahr:
Gemeinsam Lösungen schaffen: Sicher. Wirtschaftlich. Klimafreundlich.
Mit über 100 Einzelveranstaltungen unterschiedlichster Institutionen gelten die Energietage als die Leitveranstaltung für Energiewende und Klimaschutz.
Die Präsenz-Veranstaltung fand im Ludwig Erhard Haus in Berlin statt. Vortragsfolien und Aufzeichnungen sind auch nachträglich zu erhalten, wenn man sich noch anmeldet. https://www.energietage.de/kongress/gesamtprogramm.html
Für unseren Verein ergaben sich gute Möglichkeiten, neu Kontakte zu finden und Interessierte auf unseren Verein aufmerksam zu machen. Wir sollten eine Teilnahme in 2027 schon jetzt einplanen. Mein besonderes Interesse fand der Energiewenderechner. Hier als Beispiel für eine von 60 Veranstaltungen beschrieben.
Dr. Matthias Stark vom Bundesverband Erneuerbare Energie e.V., Leiter Fachbereich für Erneuerbare Energiesysteme
und Maximilian Pfennig vom Fraunhofer IEE, Leiter Szenarien und Systemmodellierung gaben
einen Einblick, wieviele Daten im System schon erfasst sind.
In der Ankündigung stand:
“Die Energiewende ist eine komplexe Maschine mit tausenden kommunalen Zahnrädern, die ineinandergreifen
müssen. Zu oft wird dies übersehen und die politische Planung von einer „Top-Down“ Perspektive dominiert,
welche eine sinnvolle Gleichverteilung des Erneuerbaren-Ausbaus erschwert.
Mit seinem Energiewenderechner hat der BEE ein neues Tool veröffentlicht, welches die Anforderungen un
den Stand der Energiewende auch auf der kleinsten Landkreisebene sichtbar und verständlich macht. Über 200
Unterstützer aus der gesamten Energiebranche haben geholfen, dieses Projekt zu realisieren.
Die breite Unterstützung zeigt, welche vielfältigen Nutzen diese lokalen Daten für die verschiedenen Player
der Energiewende haben. So können Netzbetreiber den Ausbau der Netze effektiver gestalten, Projektierer
einfacher Orte für neue Anlagen lokalisieren und der Politik wird ermöglicht, bessere Rahmenbedingungen für
die jeweiligen Regionen zu schaffen.”
In der Diskussion wurde der Online Rechner vorgestellt und gezeigt, wie damit unter anderem das Stromnetz
modelliert werden kann. Der besondere Nutzen besteht für Kommunen und Kreise darin, bei Anfragen zum
Bau neuer Erneuerbarer Energieanlagen oder Speicher die Auswirkungen vorab einschätzen zu können. Für
unseren Verein habe ich unser Interesse an einer gemeinsamen Online Veranstaltung angemeldet.
An der Podiumsdiskussion beteiligten sich die Projektleiterin, Yvonne Bönner, Klimaschutz- und Energieagentur
Niedersachsen und MdB Katrin Uhlig, Bündnis 90/Die Grünen. Auch Christina Wolff, E.ON, Team Lead
Political Affairs hat auf dem Podium das große Interesse an dem Modellierungswerkzeug geäußert.
Wir planen, in 2027 wieder in Berlin dabei zu sein.
27.05.2026 Kurt Gramlich
