Das Biogaspaket soll dafür sorgen, dass Biogasanlagen mehr Strom erzeugen, wenn wenig Wind- und PV-Strom vorhanden ist. Das Paket wird aber eher nicht Gesetz, und die Branche findet sowieso, dass es nicht weit genug geht.
Hoffnung hat die Rest-Regierung auf eine Verabschiedung der Novelle des Treibhausgas-Emissionsgesetzes und Änderungen im Energiewirtschaftsgesetz für Solaranlagen. Aufgegeben scheint das Kraftwerksicherungsgesetz. Die Flexibilisierung von Bioenergieanlagen ist unwahrscheinlich. Minister Habecks Vorschläge zur Entlastung von Stromkosten wurden abgelehnt.
Unklar ist, ob der Gesetzentwurf für das Kraft-Wärme-Kopplungsgwesetz durchkommt. Derzeit können Neuanlagen schlecht geplant werden, weil die aktuelle Regelung Ende 2026 ausläuft. Aber die Union scheint gesprächsbereit und hat eine Verlängerung des Gesetzes bis 2030 vorgeschlagen.
Das Bundeskabinett hat eine Klimaanpassungsstrategie und eine Strategie zur Biologischen Vielfalt beschlossen. Bis 2030 hat die EU das Ziel, 30 Prozent der nationalen Landes- und Meeresflächen unter Schutz zu stellen. Bei der Klimaanpassung geht es vor allem um Maßnahmen, die Kommunen umsetzen müssen, aber die Finanzierung ist ungeklärt.
Außerdem wurde eine Kreislaufwirtschaftsstrategie verabschiedet. Der Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung ist der Ansicht, dass die Strategie ruhig etwas ehrgeiziger sein dürfte.
Der Bundesverband Erneuerbare Energien hat eine lesenswerte Bilanz der Ampel-Koalition veröffentlicht.
Das Bundesfinanzministerium hat Eckpunkte für die Auszahlung eines Klimagelds beschlossen. Der Mechanismus könnte in einer Basisversion 2025 im Betrieb sein, sollte die nächste Regierung beschließen, ein Klimageld anzubieten.
Der europäische Gerichtshof (EuGH) hat deutsche Kundenanlagen im Energiewirtschaftsgesetz für rechtswidrig erklärt. Damit haben sich einige Projekte in letzter Zeit unwissend ins Risiko manövriert. Wir hören aus der Rechtsbranche, dass das Thema 2025 angegangen wird. |