Bildquelle: Copernicus.
Im ersten globalen Vergleich der Gletschermassen wurde festgestellt, dass alle schnell schmelzen. Das Meereis in der Arktis hat die geringste winterliche Ausdehnung seit Messbeginn 1979.
84% der globalen Korallenriffe sind derzeit von einer Massenbleiche betroffen. Diese Bleiche hat 2023 begonnen und ist die größte bisher. Forscher*innen befürchten, dass dies der Anfang eines Kipppunktes für Korallenriffe sein könnte; eventuell endet diese Bleiche nie. Der Grund für die anhaltende Bleiche dürfte der schnelle Anstieg der Temperaturen an der Oberfläche der Weltmeere sein, wie die European Space Agency berichtet. Die ESA wird wohl ihre Klimaanstrengungen stärken müssen, wenn die NASA weiter Stellen streicht; bereits jetzt kommt es generell zu einem “brain drain” (Auswanderung der klugen Köpfe) aus den USA, so Politico.
Laut einem Vorstandsmitglied der Allianz wird der Klimawandel den “Kapitalismus zerstören.” Morgen Stanley und andere Großbanken untersuchen derzeit, wie sie weiterhin bei einer Erwärmung von mehr als 2 Grad profitabel sein können. Laut dem britischen Klimaforscher David King haben wir 1,5 Grad hinter uns gelassen; die Zeit für “extreme Lösungen” (geo-engineering) sei nun gekommen, was ihm Sorgen mache. “Der Iliad wurde vor 2.800 Jahren verfasst”, fragt er, “was von uns wird man in 2.800 Jahren lesen?”
Selten stimmte folgende Klimabeschreibung von Geoffrey Chaucer, Canterbury Tales, vom Ende des 14. Jahrhunderts mehr als dieses Jahr:
“Whan that Aprill with his shoures soote The droghte of March hath perced to the roote,… Thanne longen folk to goon on pilgrimages.”
Wenn also die süßen Schauern des Aprils die Dürre des Märzens bis auf die Wurzeln gepackt haben, dann wollen die Menschen auf die Pilgerfahrt gehen. Vom Anfang Februar bis Mitte April erlebte Nordeuropa eine rekordverdächtige Trockenheit (siehe Graphik unten). |