Die dena hat auf einer neuen Karte den Entwicklungsstand kommunaler Wärmepläne visualisiert. Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern hätten die Wärmeplanung größtenteils bereits begonnen oder abgeschlossen, während Gemeinden unter 10.000 Einwohnern oft noch nicht mit der Planung begonnen hätten, häufig aufgrund fehlender Ressourcen. Kleine Gemeinden müssen bis 30. Juni 2028 fertig werden, große Kommunen bis 30. Juni 2026.
Das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) hat sich das Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“ (SVIKG) näher angeschaut. Die Denkfabrik bemängelt, dass Klimaneutralität erwähnt wird, aber nicht als Kriterium gilt: „Der Begriff Klimaneutralität darf nicht als Etikett verwendet werden, ohne einen klaren Pfad dorthin festzulegen.“ Ferner: „Klimaschädliche Vorhaben wie nicht-wasserstofffähige Gaskraftwerke oder Autobahnneubauten sollten ausgeschlossen werden, ebenso wie Kreditmittel für konsumtive Ausgaben wie Strompreissubventionen.“
Die Grünen-nahe Heinrich-Böll-Stiftung hat die Arbeit der grünen in der Ampelregierung von Politikwissenschaftler Arne Jungjohann analysieren lassen. Dabei geht es nicht um Inhalte, sondern ums Politik-Machen: Abläufe, Absprachen, Hierarchien, Strukturen, usw. Sein Fazit hat die taz schön zusammengestellt. Jungjohann, der selbst als Grüner ab 1998 im Bundestagsbüro des Abgeordneten Loschke arbeitete (Öko-Steuer et al.), schreibt, dass die Partei sich seitdem professionalisiert habe. Eine Lektüre lohnt sich für alle, die verstehen wollen, wie die Grünen auf Bundesebene Entscheidungen trafen.
Die Eon-Stiftung hat in einer Umfrage den schwächelnden Einsatz für den Klimaschutz in der Öffentlichkeit quantifiziert. Für die Studie wurden rund 1.000 Frauen und Männer ab 18 Jahren in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien, Polen, den Niederlanden, Tschechien und Schweden befragt. Zwischen den Ländern lassen sich Unterschiede feststellen, z.B. eine Befürwortung der CO2-Bepreisung in Frankreich, Spanien und Italien, während Skepsis in Deutschland und Tschechien vorherrscht. Aber manchmal scheinen die Antworten widersprüchlich. So fühlen sich zwei Drittel der Befragten überlastet von Klimaschutzmaßnahmen, aber noch mehr (77%) wollen, dass die Regierung mehr für den Klimaschutz tut. |