Mit der neuen Studie „Transformation großflächiger Parkplätze – Erfassung, Bewertung und Potenziale“ haben Bohnet et al. (2025) im Auftrag des BBSR erstmals eine systematische Methodik vorgelegt, um Parkplätze auf ihre Eignung für höherwertige Nutzungen zu prüfen. Damit wird ein bislang kaum erschlossener Flächentyp in den Fokus der Stadtentwicklung gerückt – mit erheblichen Potenzialen für Wohnen, Gewerbe, Grünflächen und Energieerzeugung.
Angewendet wurde diese Methodik exemplarisch in drei Modellstädten: Görlitz, Ulm und Dortmund. Besonders eindrucksvoll sind die Ergebnisse für Dortmund: Betrachtet man ausschließlich jene Parkplätze, die nach der Methodik als geeignet eingestuft wurden, ergibt sich ein Potenzial von rund 15.000 zusätzlichen Wohneinheiten. Diese könnten in unterschiedlichen Typologien realisiert werden – von Einfamilienhäusern über Mehrfamilienhäuser bis hin zu gemischt genutzten Gebäuden, in denen Wohnen und Gewerbe kombiniert werden. |